Ohne Meister keine Meistersinger. „Ein guter Meister!“ „Doch längst schon tot!“, wie es so schön in den Meistersingern von Nürnberg heißt. Der Nürnberger Dichter und Schuhmacher Hans Sachs ist heuer genau 450 Jahre tot, aber noch immer ist sein Name in aller Munde. Daran ist weniger er selbst als die Oper „schuld“, mit der er verewigt worden ist. Dabei war Sachs kein Lokaldichter, sondern nichts weniger als der bedeutendste deutschsprachige Dichter des 16. Jahrhunderts. Gleichwohl dürfte sein äußerst umfangreiches Werk heute nur noch den wenigen Kennern und wissenschaftlichen Erforschern der Literatur seines Zeitalters ein Begriff sein – abgesehen davon, dass einige seiner Fastnachtsspiele in mehreren fränkischen Städten gern von Laiengruppen gespielt werden.
In einer kommentierten Rezitation wird Dr. Frank Piontek (Bayreuth) in Sachs’ Jubiläumsjahr einige Texte aus Sachs’ gewaltigem Gesamtwerk vorlesen, um ihm und seinem poetischen Werk zumindest in Nürnberg, dem Hauptort seines langjährigen Wirkens, Gehör zu verschaffen: mit Meisterliedern, Singsprüchen und Ausschnitten aus Fastnachtsspielen und Comedien wie der von „Tristrant und Isalde“.
Frank Piontek, Dr. phil., geb. 1964 in Berlin. Seit 1988 in Bayreuth. Viele Aufsätze und Artikel über Musiktheater, Kunst und Literatur. Umfangreiche Blogs über Musils Mann ohne Eigenschaften und Jean Pauls Die unsichtbare Loge (für die Bayerische Staatsbibliothek). Vorträge und Lesungen in Bayreuth, Leipzig, München, Nürnberg, Salzburg, Paris, Berlin, Kassel, Bamberg, Verona, Venedig u.a. 1997 UA Theaterstück Casanova kam zu spät (Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth). 2013 UA Siebenkäs (Studiobühne Bayreuth). Dramaturg bei der szenisch-musikalischen Uraufführung von Wagners Männerlist größer als Frauenlist (Hauptstadtoper Berlin 2013). Regie- und Dramaturgiehospitanzen: u.a. Semper-Oper, Wiener Staatsoper. Mitkonzeption des „Jean-Paul-Wegs“ in Oberfranken und des Jean-Paul-Museums Bayreuth. Bücher: u.a. Plädoyer für einen Zauberer. Richard Wagner (2006). Richard Wagner: Das Judenthum in der Musik (2016). Richard Wagner: Sämtliche Gedichte (2019). Richard Wagner: Sämtliche Lieder (2026). Autor des Bayreuther Walk of Wagner. Seit 2011 pausenloser Beiträger des wagnerspectrum. 2021 Mitgründer und -herausgeber der Zeitschrift Bayreuther Kulturbrief (kulturbrief.de). Regelmäßiger Textbeiträger bei deropernfreund.de. Im Sommer 2024 hielt er die inszenierungsbezogenen Einführungsvorträge bei den Bayreuther Festspielen.
Edita Hakobyan wurde in Jerewan/Armenien geboren. Mit 5 Jahren hat sie ihre pianistische Ausbildung zuerst an der A. Spendiaryan Musikschule begonnen, woraufhin sie sich an der Jerewan Tschaikovsky Spezialschule in der Klasse von Professor Roza Tandilyan fortbildete. Im Jahr 2014 schloß sie ihren Bachelor-Studiengang am staatlichen Komitas-Konservatorium Jerewan in den Fächern Klavier, Korrepetition und Pädagogik mit Auszeichnung ab.
Zur beruflichen Weiterentwicklung ist Edita Hakobyan im Jahr 2017 nach Deutschland umgezogen. Nachdem sie ihren Master als Konzertsolistin in der Klasse von Prof. Bernhard Endres und Prof. Wolfgang Manz an der Hochschule für Musik Nürnberg abgeschlossen hatte, entschied sie sich durch das Master-Studium im Bereich Korrepetition: Instrumental unter der Anleitung von Prof. Dunja Robotti ihren Weg in die Richtung einzuschlagen.
Bereits während ihres Studiums war Edita Hakobyan Tutorin für Korrepetition in der Streicherklasse und der Holzbläserklasse an der Hochschule für Musik Nürnberg. Unter anderem arbeitete sie in den Klassen von Prof. Valerie Rubin, Prof. Dorin Marc und Maximilian Krome. Im Anschluss an ihren Abschluss 2021 hat sie einen Lehrauftrag als Korrepetitorin an der Hochschule für Musik Nürnberg angenommen.
Edita Hakobyan war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Nürnberg und wurde von einigen Talent-Förderprogrammen so wie “Yerazart”, “Clavarte”, “Haus Marteau” gefördert. Seit 2000 tritt sie regelmäßig als Solistin und Kammermusikmitglied in verschiedenen Besetzungen wie auch z.B. „National Chamber Orchestra of Armenia“, mit dem Staatstheater Nürnberg, mit der Bayerischen Kammerphilharmonie und viele mehr.
Guido Jentjens wurde Geldern am Niederrhein geboren. Er begann seine Sängerlaufbahn nach dem Studium an der Musikhochschule Köln am Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Von 2005 – 2013 war Guido Jentjens festes Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg. Weitere Fest- und Gastengagements führten ihn nach Augsburg, Erfurt, Karlsruhe, Wiesbaden und Weimar sowie an die Opernhäuser in Bielefeld, Krefeld/Mönchengladbach, Kassel, Halle, Dortmund, Essen und andere.
Im klassischen Bass- und Bassbaritonfach singt der Bassist alle großen Wagnerpartien wie König Heinrich (Lohengrin), Hans Sachs und Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg), Landgraf Hermann (Tannhäuser), Hunding (Walküre), Daland (Der fliegende Holländer), Gurnemanz (Parsifal), König Marke (Tristan und Isolde), Hagen (Götterdämmerung) und Wotan (Rheingold).
Guido Jentjens ist regelmäßig zu Gast bei namhaften Festivals. Bei den Bayreuther Festspielen wirkte er jeweils unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann mit als Pogner in Die Meistersinger von Nürnberg sowie als Landgraf Hermann in Tannhäuser.
Auslandsgastspiele gab der Bassist u. a. am Opernhaus Zürich (Hausdebüt 2013 mit Veit Pogner unter Sebastian Weigle), in Österreich (Linz – Rosenkavalier, Innsbruck – Parsifal, Wien, Theater an der Wien – Freischütz), in Belgien (Brüssel – Aida unter Kazushi Ono, Antwerpen – The Convert (UA) ), Frankreich (Paris, Théâtre de Champs-Elysées sowie Toulouse – Die Meistersinger von Nürnberg unter Pinchas Steinberg), Italien, Spanien (Palau de la Musica Barcelona), in den USA, Canada (Calgary Opera), in Japan (Tokyo – Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg und Boris Godunow unter Kazushi Ono), Hongkong und China (Beijing, Die Meistersinger von Nürnberg).
Wir freuen uns auf Begegnungen mit Ihnen und bitten Sie um eine persönliche Anmeldung per E-Mail an „agnes.sires@rwv-nuernberg.de“ oder telefonisch unter 0911 / 63 290 848. Mit einer Anmeldung von Ihnen können wir eine bessere Planbarkeit unserer Veranstaltungen bzw. der Räumlichkeiten sicherstellen, was letztendlich zu einer erfolgreichen Veranstaltung beiträgt. Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe!
